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Wir alle habe es sicher schon gehört: man soll die Nahrung gut kauen. Warum denn eigentlich? Eine einfache Rechnung zeigt, warum das tatsächlich so wichtig ist:

Umso höherer Verwertbarkeitsgrad...
Der Grad der Zerkleinerung der Nahrung entscheidet maßgebend mit, wieviel Energie und Vitalstoffe der Körper von der gegessenen Nahrung tatsächlich verwerten kann und wieviel einfach unverwertet wieder ausgeschieden wird. Dies gilt insbesondere für pflanzliche Nahrung. Nicht grundlos sind die reinen Pflanzenesser in der Natur wie beispielsweise Kühe oder Ziegen den ganzen Tag mit Kauen beschäftigt.

Zu lange in der Magensäure...
Natürlich zerkleinert der Magen mittels der Magensäure die gegessene Nahrung zu einem Speisebrei. Im Mund jedoch schlecht vorverdaute, also schlecht gekaute und kaum eingespeichelte Nahrung bereiten dem Magen Mühe und überfordern seine Kapazität. Die Speise bleibt so unter Umständen unnötig lange in der Magensäure und wird somit möglicherweise sogar zerstört, d.h. wertvolle Vitalstoffe sind nicht mehr verwertbar. (Darum ja müssen viele Medikamente auf nüchternen Magen eingenommen werden). Auch können viel zu große Stücke in den Darm gelangen, wo sie dann nicht nur schlecht verwertet werden, sondern auch noch zu gären beginnen. Kleine Stücke unter einem Millimeter Durchmesser können übrigens auch bei geschlossenem Magenausgang in den Dünndarm gelangen. Darum können z.B. Säfte auch viel schneller verwertet werden.

Eine einfache Rechnung...
Im Dünndarm wird unsere Nahrung aufgeschlossen und ihre Inhalte werden dem Blut übergeben. Der ca. 6m lange und nur etwa 3cm dicke menschliche Dünndarmschlauch hat wegen seiner unzähligen Falten, Zotten und Mikrozotten bekanntlich eine gigantische Oberfläche etwa von der Größe eines Fussballfeldes, mit der er die vom Magen aufbereitete Speise verwerten kann.
Damit er das optimal kann, braucht er einen Brei mit möglichst kleinen Speisepartikeln. Warum? Ein Speisepartikel mit 1mm Durchmesser hat eine Oberfläche von 3,14qmm. Eine zehnfache Verkleinerung führt schon zu einer Oberfläche von 3141qmm, eine hundertfache Verkleinerung gar schon zu einer Oberfläche von über 3 Quadratmetern! Verkleinert man die Partikel auf Mikrongröße, so hat man gar eine Oberfläche von etwa 315 Quadratmetern! Entsprechend verdünnt, können so kleinste gegessene Mengen vom Dünndarm im gigantischen Maß verwertet werden. Denn die Nahrung pulverfein vermahlen, wird fast ganz von den Enzymen in ihre Bestandteile zerlegt und kommt somit dem Menschen fast vollständig zugute.

Was kommt im Blutstrom an?
Betrachten wir die Nahrung auf dem Teller. Was darüber die Nährwert- und Vitalstofftabellen sagen, ist das eine. Das andere aber ist, was tatsächlich im Blutstrom des Menschen und in seinen Billionen Körperzellen ankommt! Und das entscheidet maßgebend der Grad der Zerkleinerung mit. Wie sonst könnte eine kleine Tablette oder ein paar Tropfen Arznei so eine große Wirkung haben? Wer gut kaut und gut einspeichelt, hilft darum stark mit, dass die in der Pflanzennahrung uns unzählig geschenkten Vitalstoffe auch effektiv für unser Wohlbefinden genutzt werden können.

Die Kuh zeigt es uns.
Nur mit Gräsern und Kräutern, ja selbst von Magerwiesen, gewinnt die Kuh beispielsweise so viel Kalzium, dass sie keine Osteoporose zu fürchten braucht und mit ihrer Milch ihr Kälbchen (und absurderweise sogar uns Menschen) noch mit sehr viel Kalzium versorgen kann! Das müsste eigentlich zum Nachdenken anregen!

Siehe auch:
Wie ernähre ich mich richtig?
NEU: Wir Menschen sind wie ein Biotop
Grüne Gemüse sind gute Kalziumquellen
Energie durch Lebensmittel
Tabelle Vitamindichte
Tabelle Mineraliendichte
Mineralien und Vitalität



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